Sprachassistenten für Unternehmen
der richtige Einstieg

Dirk Wieczorek Sprachassistenten

Sprachassistenten für Unternehmen – der richtige Einstieg

Immer mehr Unternehmen stellen Informationen, Beratungssysteme und Bestellprozesse über Sprachsysteme bereit. Vielleicht ist das auch interessant für Ihr Unternehmen. In diesem Blogbeitrag gehen wir heute den folgenden Fragen nach: Welche Sprachassistenten sind für Unternehmen derzeit relevant? Kann man bestehende Systeme weiterhin nutzen? Kann ggf. die eigene IT-Abteilung einen Sprachassistenten entwickeln?

Für dieses Thema habe ich mir heute einen Interviewpartner eingeladen, der bereits seit der Geburtsstunde von Alexa – die das Thema Sprachsteuerung in ein ganz neues Licht gerückt hat – dabei ist.

Dirk: “Kevin, das Thema Sprachassistent ist ja noch sehr jung. Seit wann gibt es Alexa eigentlich und wie viele Deutsche nutzen einen solchen Sprachassistenten aktuell?“

Kevin: “Alexa wurde Ende 2016 in Deutschland released. In den USA kam es im Jahr zuvor raus. In Deutschland nutzen ca. derzeit 1/3 aller Haushalte Sprachassistenten. Das ist so die Vermutung.“

Dirk: „Welche Sprachassistenten gibt es denn noch außer Alexa?“

Kevin: „Die Big Player auf dem Markt sind Alexa und Google Assistant. Dann gibt es noch Cortana mit Windows 10. Das ist auch sehr weit verbreitet und natürlich noch Siri von Apple. Das ist aber alles ein bisschen eingeschränkt.“

Dirk: „Welche Sprachassistenten sollte ein Unternehmen heute bedienen?“

Kevin: „Also ich würde hier auf jeden Fall die beiden großen Alexa und Google Assistant rausnehmen.“

Dirk: „Was muss ich denn jetzt, ganz konkret, tun um einen Sprachassistenten auf die Beine zu stellen?“

Kevin: „Also zuerst musst du dir darüber Gedanken machen, was möchtest du überhaupt umsetzen. Zum Beispiel eine einfache Bestellung, eine Steuerung für ein System, eine FAQ oder ein Spiel. Das alles lässt sich umsetzen.“

Dirk: „Ok, aber machen wir es mal konkret, ich will jetzt so einen Alexa Skill entwickeln. Was muss ich genau tun?“

Kevin: „Ok, um mit Alexa arbeiten zu können, muss ich dort erstmal einen Account anlegen. Dort hinterlege ich dann Cloud-Functions, die die jeweiligen Sprachassistentenbefehle interpretieren, Trigger auslösen und dann dem Nutzer ein Feedback weitergeben.“

Dirk: „Kevin, das habe ich überhaupt nicht verstanden. Ich frage mal anders: ich bin Unternehmer. Kann meine eigene IT-Abteilung so einen Alexa Skill entwickeln? Also ein IT-Mitarbeiter mit einem soliden IT-Wissen?“

Kevin: „Natürlich. Wir haben es ja auch gelernt. Für einen einfachen Skill, wie eine FAQ, solltest du aber schon eine Woche oder mehr Einarbeitungszeit rechnen.“

Dirk: „Wenn ich aber jetzt ein komplexeres Beispiel nehme, wo es nicht darum geht einfach nur Fragen und Antworten gegenüber zu stellen. Nehmen wir mal an, ich bin Heizungsbauer und möchte meine potentiellen Kunden einen Sprachberater zur Verfügung stellen. Am Ende empfiehlt der Sprachassistent ein Heizungssystem. Vielleicht kann ich sogar darüber direkt einen Termin mit einem Handwerker vereinbaren. Wäre das auch möglich?“

Kevin: „Ja, möglich ist es. Hier müssen wir grundsätzlich zwei Systeme trennen. Das Sprachassistentensystem und das Expertensystem, das im Hintergrund läuft und die ganze Logik beinhaltet. Der Sprachassistent bietet dir einfach nur eine andere Benutzeroberfläche.  Das ist das gleiche, als wenn ich am PC sitze und die Eingabe über die Tastatur vornehme. Ich habe hier einfach nur eine andere Form der Ein- und Ausgabe an den Nutzer. Dadurch muss dann natürlich gewährleistet sein, dass das System im Hintergrund mit den Daten umgehen kann, die der Nutzer gibt.“

Dirk: „Der Sprachassistent bietet mir also die Möglichkeit ein bestehendes System zu nutzen. Was ihr dann macht, ist dann ein bestehendes Beratungssystem mit dem Sprachassistenten zu verbinden. Wenn ich also zum Beispiel auf der Webseite bereits einen Berater für Heizungssysteme habe, wie aufwendig ist es denn dann, wenn man diesen an den Sprachassistenten anschließt?“

Kevin: „Die Integration ist auf jeden Fall schwieriger als die der FAQ. Ich würde mal von drei oder vier Wochen ausgehen.“

Dirk: „Und dann würde der Datenaustausch laufen zwischen dem Sprachassistenten und dem bestehenden System. Das finde ich ganz gut. Das ist ja auch noch machbar. Würdest du da sagen, man kann da auch noch mit der eigenen IT-Abteilung rangehen?“

Kevin: „Das würde ich nicht machen. Das ist schon sehr komplex. Das sollte jemand machen, der damit auch Erfahrung hat.“

Dirk: „Kevin, zeigst du mir mal am Computer, wie so ein Alexa Skill ensteht?“

Kevin: „Ja, gerne“.

Dirk“: „Prima, das Ergebnis zeigen wir dann im nächsten Video. Dann gehen wir an den Computer und erstellen Schritt für Schritt ein Tutorial zu Erstellung eines Alexa Skills. Bis dahin Danke fürs Zuschauen. Danke dir Kevin!“