Die 7 erfolgreichsten Digitalisierungsstrategien

Dirk Wieczorek Digitalisierung

Die 7 erfolgreichsten Digitalisierungsstrategien mit Apps in Unternehmen und Kommunen

Immer mehr Unternehmen und Kommunen digitalisieren ihre Geschäfts- und Produktionsprozesse. Damit steigern sie ihren Ertrag und ihre Wettbewerbsfähigkeit. Wer diese Entwicklung versäumt, hat kaum noch eine Chance längerfristig im Markt zu bestehen. In diesem Blogbeitrag erfahren Sie, welche erfolgversprechenden Ansatzpunkte es für Ihr Unternehmen oder ihre Kommune geben könnte und wie Sie das Thema optimal angehen.

Wo fange ich an?

Es gibt viele Möglichkeiten Apps in einer Organisation zielführend einzusetzen. Wir haben die wichtigsten 7 Themengruppen zusammengefasst:

  1. Abwicklung von Geschäftsprozessen mit Kunden
  2. Implementierung neuer Geschäftsmodelle
  3. Erweiterung bestehender Produkte
  4. Koordination, Zusammenarbeit und Information von Mitarbeitern
  5. Neukundengewinnung (Werbung)
  6. Beratung und Bildung
  7. Steuerung und Kontrolle von Maschinen und Prozessen im Unternehmen

Jeder dieser Bereiche bietet hohes Potential. Die Reihenfolge der Liste spiegelt den Entwicklungsverlauf der letzten Jahre und deren Priorisierung wieder.

1. Das Profitabelste zuerst: Geschäftsprozesse mit Kunden

Zunächst wurden Apps eingesetzt, um die Abwicklung von Geschäftsprozessen mit Kunden zu vereinfachen. Gute Beispiele hierfür sind die Flug- und Bahngesellschaften. Ohne deren Apps mag heute kaum noch jemand auf Reisen gehen. Erinnern Sie sich daran, wie kompliziert das Einchecken im Terminal noch vor wenigen Jahren war?

Geschäftsprozesse mit Kunden und Bürgern sind das Herzstück fast jeder Organisation. Es wundert also nicht, dass Unternehmen hierauf zunächst die größte Priorität legen. Damit lassen sich Kunden optimal binden und die Budgets jeden einzelnen Kunden Stück für Stück erhöhen. Wer es dauerhaft auf das Smartphone seiner Zielgruppe schafft, der hat einen direkten Draht, von dem jeder Vertriebler träumt.

Prüfen Sie also, ob sie bereits eine App für Ihre Kunden zur Verfügung stellen? Wenn nein, dann hat dieses Projekt das größte Potential und wir empfehlen damit schnellstmöglich zu starten.

Vorsicht! Das gefährdet jedes Kunden-App-Projekt

Lassen Sie sich nicht von folgenden Argumenten aufhalten:

„Wir haben doch schon eine Internetseite für unsere Kunden“. Dieser Satz fällt regelmäßig und hat schon so manches App-Projekt in Luft aufgelöst. Seien Sie sicher, das ist ein großer Fehler. Es gibt 3 gute Gründe warum Ihre Organisation eine Kunden-App trotzdem braucht:

  1. Eine Webseite auf dem Smartphone muss man erstmal suchen
  2. Eine Webseite auf dem Smartphone fördert keine Kundenbindung
  3. Eine Webseite auf dem Smartphone schränkt ihre Möglichkeiten massiv ein

„Aus der Webseite lässt sich ganz schnell eine App machen!“. Vorsicht Falle: Hier geht es um das Thema Webapp. Das bedeutet, dass die bestehende Webseite schlicht aus einer App heraus aufgerufen wird. Damit wird die Webseite zwar schneller gefunden, aber alle anderen Nachteile bleiben. Es gibt zwar neue Technologien, wie Progressive Webapps (PWA), die den Spagat zwischen Webseite und App besser beherrschen, aber die Technik ist noch unausgereift und risikobehaftet. Viele Endgeräte unterstützen nur einen Teil der Funktionen. Wichtig bleibt: Auch bei der PWA benötigt man ein gutes App-Konzept.

Das zweite Argument „Wir haben nur wenige große Kunden, mit denen wir einen persönlichen Kontakt pflegen“ ist sicher ein gewichtiges. Dieses Argument kommt häufig aus der Zulieferindustrie. Auch hier darf man nicht gleich die Flinte ins Korn werfen. Zwar haben diese Unternehmen nur wenige große Kunden, aber demgegenüber stehen eine Vielzahl von Menschen, die in der Abwicklung der Vorgänge eingebunden sind. So wird z.B. ein Zulieferer von BMW auf Seiten des Autoherstellers mit unzähligen Abteilungen (Einkauf, Entwicklung, Management, Produktionsleiter, Logistik, etc.) für einen flüssigen Projektablauf zusammenarbeiten. Die hierbei eingesetzten IT-Systeme sind historisch vergewachsen. Eine App bietet den Teilnehmern eine ganzheitlichere Übersicht. Probleme werden schneller erkannt, Fehler verhindert und Bestellprozesse verkürzt.

2. Wie entwickelt man neue profitable Geschäftsmodelle mit einer App?

Viele Unternehmer haben die Potentiale von Smartphones für neue Geschäftsmodelle erkannt. Als Gründer von Startups, wie UBER, MyTaxi, Streetspotter, Spotify, Instagram, Whatsapp erschließen sie neue Geschäftsmodelle, die erst durch den Einsatz von Smartphones möglich werden.

Auch traditionellen Unternehmen können mit dem Einsatz von Apps neue profitable Geschäftsbereiche entwickeln. So kann eine Versicherung ein Produkt anbieten, dass man per Smartphone starten und wieder beenden kann. Die Abrechnung erfolgt per Zeit und Ort. Ohne Smartphone wäre ein solches Versicherungsprodukt kaum möglich.

Ein Hersteller von Lebensmitteln kann per App vom Verfallsdatum bedrohte Produkte per App günstig unter die Leute bringen und dort Geld verdienen, wo er vorher für die Abfallentsorgung noch Geld zahlen musste. Es gibt unzählige weitere Beispiele.

Um neue Potentiale in traditionellen Unternehmen und Organisationen zu finden ist Quer- und Neudenken angesagt. Die folgenden Annahmen können Ihnen helfen:

  1. Eine App kann beliebig viele Menschen (Nutzer) sekundenschnell und kostenlos kontaktieren
  2. Eine App weiß, wann und wo sich der Nutzer befindet und wohin er gerade geht
  3. Eine App weiß, wer der Nutzer ist und wie zuverlässig er bisher war
  4. Eine App weiß, was der Nutzer wann benötigt
  5. Eine App weiß, was der Nutzer bietet
  6. Eine App kann Dinge steuern, auslösen und kontrollieren

Neu sind also Erreichbarkeit, das Wissen über Ort und Zeit, die Möglichkeit Dinge zu steuern und zu kontrollieren, sowie die Kenntnis über die Profile der Nutzer.

Denken Sie No Limits! Alles ist möglich

Starten Sie mit einem ersten Ideenworkshop zum Thema „No Limits“. Ignorieren Sie zunächst die Bedenken von Datenschutz, Datensicherheit und IT-Abteilung. Nehmen Sie sich einen externen, unbelasteten Experten hinzu. Nur dann haben Sie eine Chance über den Tellerrand hinaus neue Wege zu finden. Probleme werden später gelöst.

3. Den Wert Ihrer Produkte erhöhen: ein Kinderspiel

Smartphones sind hervorragende, günstige Steuergeräte für unendlich viele Produkte: Sie verfügen über brillante, ultrahochauflösende Touchscreens mit unzähligen Sensoren, Sound und Anschluss ans Internet. Kein Wunder also, dass immer mehr Hersteller zu Ihren Geräten eine App hinzugeben. So lässt sich der Thermomix mittlerweile genauso per App fernsteuern, wie die Zahnbürste, die Musikanlage, der Fernseher, das Auto oder Heizungen und Lampen

Diese Fragen sollten sich Ihr Team stellen: Welches Produkt bieten wir an? Liessen sich diese durch eine App steuern, kontrollieren oder einfach abfragen? Könnte man über eine App zusätzliche Services oder Hilfestellungen rund um unser Produkt anbieten?

4. Mitarbeiter aufrüsten

Schon seit vielen Jahren existieren Ticket- und Projektmanagementsysteme, um die Zusammenarbeit von Mitarbeitern zu vereinfachen. Mit Smartphones werden solche Systeme um Gruppenchats, mobile Datendarstellung und Datenerfassung ergänzt. Besonders für Unternehmen und Kommunen mit vielen tausend Mitarbeitern bieten sich Apps als ideales Mittel zur Information, Koordination und Kontrolle an. Lassen Sie sich nicht vom Betriebsrat aufhalten. Dieser lässt sich überzeugen, wenn man damit den langfristigen Erfolg des Unternehmens und damit auch die Sicherheit der Arbeitsplätze gewährleisten kann.

5. Werbung: Vertrauen in verdrehte Ideen mit echtem Mehrwert

Apps lassen sich in der Werbung zur Neukundengewinnung einsetzen. Wichtigste Frage: Welche typischen Bedürfnisse hat Ihre Zielgruppe, die man mit einer App befriedigen könnte? Nehmen wir als Beispiel den Fall einer Lottogesellschaft. Diese möchte mit der App alle Kunden erreichen, die bisher beim Wettbewerb ihr Geld einsetzen. Dazu erstellt sie eine App, in der man alle Lottoanbieter und Spielzettel verwalten kann. Für Lottospieler ist das hoch attraktiv. Ist die App erst installiert, hat das Unternehmen nun einen direkten Draht zu potentiellen Neukunden.

Ein anderes Beispiel: Es geht um eine Firma, die Wasserzusatzstoffe für die Industrie herstellt. Die Zielgruppe sind Ingenieure und Chemiker, die sich täglich mit Wasser in Ihrem Unternehmen auseinandersetzen müssen. Das Unternehmen erstellt deshalb eine praktische „Wasserrechner-App“. Mit dieser lassen sich Rechnungen, die die Chemiker und Ingenieure täglich vornehmen müssen, wesentlich einfacher erledigen. Der Draht steht.

Es geht also bei der Werbung mit Apps darum, der Zielgruppe einen Mehrwert zu bieten und sich damit einen direkten Draht zu potentiellen Neukunden zu schaffen.

6. Bildung für überall

Neben Spielen und Kommunikation ist das Thema Bildung die dritte Säule im privaten Sektor. Aber auch die Unternehmen entdecken Apps zur strategischen Weiterbildung. Besonders in Kombination mit einer App, die die Prozesse im Unternehmen unterstützt, ist dies ein starkes Werkzeug zur Effizienzsteigerung.

Beispiel Wohnungsgesellschaft. Eine große Wohnungsgesellschaft mit über 5.000 Mitarbeitern im Außeneinsatz. Alle 5.000 Mitarbeiter müssen fortlaufend geschult und über die neuen Anforderungen des Unternehmens informiert werden. Mit einer Schulungs- und Prozess-App ist dies heute mit minimalem Aufwand möglich. Jeder Mitarbeiter muss wöchentlich in der App Online-Kurse durchführen und im Anschluss die Fragen dazu korrekt beantworten. Bestimmte Prozesse, wie eine Wohnungsübergabe, kann er direkt aus der App heraus Schritt für Schritt durchführen.

Wenn das Thema Mitarbeiterweiter- und Ausbildung bei Ihnen in der Kommune oder im Unternehmen eine wichtige Rolle spielt, sollten Sie eine passende App ins Auge fassen.

7. Steuerung in der Produktion: Start in die Industrie 4.0

Das letzte große Thema ist die Umrüstung der Produktion. Produktionsmaschinen und Produktionsprozesse werden schon seit vielen Jahren per Software unterstützt. Durch den Einsatz von Apps wird das nun noch effektiver. Viele Maschinen können schlicht mit Sensoren nachgerüstet werden. Dadurch lässt sich der Verschleiß von Teilen frühzeitig erkennen. Temperaturen können im gesamten Produktionsprozess überwacht werde und Mitarbeiter sind im Falle einer Fehlfunktion über ihr Telefon sofort informiert.

Wenn es für Ihren Erfolg wichtig ist, Produktions- und Lieferprozesse optimal zu steuern und zu überwachen, dann kommen sie bald um Apps im Produktionsbetrieb nicht mehr herum.

Fazit: Eine Analyse lohnt sich

In den letzten 10 Jahren hat sich viel getan. Besonders für große Unternehmen ist schwierig, diesen Veränderungen immer gleich zu folgen, um davon entsprechen zu profitieren. Es sind sich aber alle Unternehmensberatungen dieser Welt einig, wer nicht mit der Zeit geht, der geht mit der Zeit. Eine Analyse der 7 Themenfelder für Ihr Unternehmen oder Ihre Kommune lohnt sich also. Fangen Sie noch heute an. Wir helfen Ihnen dabei.